Ich kann mich noch gut daran erinnern, wann ich dort gestanden habe. Es ist schon ein paar Jahre her, aber ich weiß noch, dass ein Deutscher Papst wurde, als wir gerade weg waren. Zurück aus der Ewigen Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Selbstverständlich waren wir auch am Trevi-Brunnen, selbstverständlich waren wir dort nicht allein, aber wir standen dort auch nicht in einer Menschenmasse, sondern vorne direkt am Rand, mit gutem Blick auf die Skulpturen. Wir konnten uns sogar Zeit lassen, niemand drängelte. Und heute? Heute muss man in Rom Eintritt zahlen, um den Brunnen sehen zu können. Nicht, vielleicht nur ein bisschen, weil die Stadt es braucht, sondern um den Massen Herr zu werden, die sich dort drängeln, wie es seinerzeit nur in der Sixtinischen Kapelle vorherrschte. (Wobei wir auch da Glück hatten und just in dem Moment, wo wir die Mitte erreichten, zwei Plätze auf einer der Bänke an den Wänden frei wurden, sodass wir im uns Sitzen bequem und ausgiebig die Deckenausmalung ansehen konnten, während der Touristenstrom sich an uns vorbei wälzte.) Zur richtigen Zeit, am richtigen Platz. Heute kaum mehr möglich. Mehr
