Das hat mir dann doch ein Lächeln in das Gesicht gezaubert. Mit dieser Erkenntnis, die ja eher eine Nachricht war, da ich nicht von selbst darauf gekommen bin, hatte ich nicht mehr gerechnet. Jahrelang hatte ich das Tun von Millionen meiner Zeitgenossen, die auf ihre Handybildschirme starrend und nach virtuellen Monstern suchend durch die Gegend liefen als sinnlos betrachtet. Bestenfalls als Zeitvertreib geeignet, aber für ausgewachsene Exemplare meiner Gattung doch eher peinlich. Doch dann diese Nachricht. Die (vermeintlichen) Spieler haben, so ganz nebenbei, ohne dass sie es wussten, für einen Dienstleister Milliarden von Fotos gemacht, die dieser angesammelt und, zum Beispiel an Lieferdienste, verkauft hat. Diese haben ihre Apps mit den Bildern gefüttert, sodass deren Boten auf dem letzten Meter nicht mehr auf das GPS oder eine gut sichtbar angebrachte Hausnummer angewiesen sind. Wenn der Essenslieferant sie nun zeitig findet und das bestellte Menü noch halbwegs warm ist, liegt das dann vielleicht daran, das der Bengel von nebenan dereinst Pokémons suchend als "missbrauchter" Pfadfinder durch die Gegend gejagt ist. Überrascht? War ich auch. Mehr
