Sie geht schon sehr scher, doch sie will die Schraube noch einen Grad weiter festdrehen. Unsere Bundesministerin für Gesundheit hat sich etwas vorgenommen. Weil sie muss, denn ihr fehlt es am für sie Wichtigsten, dem Geld. Das Defizit ist so groß, dass man hier gar nicht mehr darüber berichten mag. Zumindest, seit es eine neue Podcastfolge gibt, die sich mit der miesen Stimmung im Land beschäftigt. Aber, ob eine Verschärfung bei der Einstufung des Pflegegrades, ein probates Mittel zu Lösung bzw. auch nur zur Erleichterung ist, wage ich zu bezweifeln. Was sie sicher bringt, ist eine Verschiebung von sichtbaren Kosten in die verdeckten Kosten. Denn führen würde dies zu einem noch stärkeren Einsatz von Freiwilligen, vornehmlich Familienangehörigen, deren Zeit und Kraft sich auf keiner expliziten Rechnung wiederfindet. Die Kosten gehen zu Lasten der Helfer und der Volkswirtschaft. Belasten aber nicht das Budget des Gesundheitssystems. Wenn man da die zuständige Ministerin ist, was will man mehr.
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-04/pflegegrad-einstufung-gesundheit-aufruf
